Historie

Schuhbauers - eine Familien-Chronik

In Kirchdorf an der Amper gibt es eine Wirte-Tradition, die bis ins Jahr 1395 zurückgeht. Dort wird in der Kirchdorfer Chronik erstmals ein gewisser Ulrich Christ als Betreiber eines Gasthauses erwähnt. Nachdem die folgenden Jahrhunderte ein regelmäßiger Wirte-Wechsel stattfand, kam es 1835 zum Verkauf des Grundstücks. In diesem Jahr taucht auch zum ersten Mal der Name Schuhbauer auf. So wurde der Hof wohl zuerst von einem Johann Dobmair aus Nörting und kurz darauf von Josef Schuhbauer, Zehetmair-Sohn von Allershausen, gekauft, der dann Theres Retzer heiratete. Diese wiederum stammt vom eingegangen Peckinger Hof, von dem früher im Nebenzimmer ein Bild hing.
Laut einer Beschreibung aus dem Jahre 1621 kann man sich das Anwesen wie folgt vorstellen: Eine neue zwiegäckige von Holz erbaute Behausung mit Schindeln eingedeckt, dabei ein Tanzhaus. Dahinter eine Stallung auch mit Schindeln, hinter dem Haus ein Weiherl, Backofen und Schweinestall.

1846 Geburt von Clement Schuhbauer, der aus Schweig bei Erding stammt

1876 In diesem Jahr setzt Schuhbauers Chronik als Kirchdorfer Wirte-Familie offiziell ein. Denn Clement Schuhbauer, der Ururgroßvater des jetzigen Wirts Benedikt III., übernimmt den Oberwirt.

1883 Geburt von Sebastian Schuhbauer

1906 Sebastian Schuhbauer hat ab sofort beim Oberwirt das Sagen

1936 Die Tenne fällt einer Feuersbrunst zum Opfer und wird im gleichen Jahr wieder aufgebaut (Die Grundmauern bilden noch heute die Basis der aktuellen Tenne)

1944 Benedikt I. heiratet und übernimmt damit den Oberwirt

26.8.1946 Geburt von Benedikt II.

1955 Sebastian stirbt in der Gaststube. Als die Gäste sich wundern, warum der Wirt im Ruhestand nicht wie sonst üblich bei ihren Gläsern nachschenkt, merken sie erst, dass er am Nebentisch einen Schlaganfall erlitten hat. Der damals neunjährige Benedikt II. hat den Tod seines Großvaters in der Gaststube selbst miterlebt

1956 Die Landwirtschaft, noch vor der Metzgerei und des Gasthofs, das wichtigste Standbein der Schuhbauers, wird an die Familie Rausch verpachtet

1971 Die Stallungen an der Westseite (also zur Straße nach Schweitenkirchen hin) des damals noch klassisch aufgebauten Viereckhofs brennen nieder ? im gleichen Jahr gibt der Pächter die Landwirtschaft auf.

22.5.1976 Heirat von Christine und Benedikt II., der damit auch den Oberwirt übernimmt.

1976 In der Tenne finden erste Veranstaltungen statt, darunter traditionelle Weißwurstessen und Feiern mit dem Fußballverein und den Verkehrsbetrieben.

1983 Benedikt I. stirbt

1985 Der Anbau an der Westseite erfolgt, zunächst wird dieser als Privatwohnung genutzt, später werden darin die Büroräume untergebracht ebenso wie die Schlachterei, deren Gebäude zuvor auf dem Areal des jetzigen, Kastanien umsäumten Biergartens stand

1986 Benedikt II. beginnt mit der Aufzucht von Galloway-Rindern ? von der Lokalpresse als ?lebende Rasenmäher im Ampertal? tituliert

April 2006 Benedikt III. kehrt nach Ausbildung und Lehrjahren in den eigenen Betrieb zurück

1.1.2007 Gemeinsam mit Schwester Claudia Kantenwein lenkt Benedikt III. nun die Geschicke des Kirchdorfer Traditionsgasthauses

Juli 2007 Claudia Schuhbauer heiratet Frank Kantenwein

Januar 2008 Silvia Schuhbauer kehrt in den elterlichen Betrieb zurück und kümmert sich in erster Linie um den Service

2008 Die Tenne wird von Grund auf renoviert und modernisiert

8.8.2008 Geburt von Leopold, Sohn von Claudia und Frank Kantenwein

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